Gina Bracht

"Die Kinder kommen verschieden in die Schule. Und sie sollten noch verschiedener wieder herausgehen."


Ich bin Gina Bracht, geb. 1977 in Wuppertal, und Gründerin der Montessori Werkstatt. Zuvor gründete ich zum Sommer 2015 die Freie Schule Berkenroth, eine Montessori-Grundschule in freier Trägerschaft im oberbergischen Nümbrecht, an der ich sieben Jahre altersübergreifend unterrichtete als auch im Leitungsteam war. 

 

Ich bin so begeistert von der Montessori-Pädagogik, weil sie jedes Kind dort abholt, wo es steht und im Hinterkopf immer die Selbständigkeit des Kindes vor Augen hat. Das Unabhängigwerden vom Erwachsenen baut in ihm Selbstvertrauen auf. Gleichzeitig werden die Liebe zur Arbeit und der Gemeinschaftssinn gestärkt. Es geht darum, die eigenen Stärken zu stärken und das Werkzeug fürs Leben zu erlangen, zu lernen, sich in den Schwächen gegenseitig zu ergänzen und die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

 

Unsere Kinder haben viele Herausforderungen zu bestehen, wenn wir die Welt einmal in ihre Hände übergeben. Helfen wir ihnen dabei bestmöglich, dass sie Lösungen finden und unsere Fehler nicht wiederholen mögen.

Mutter

Es ist nicht leicht. Als Mutter einer Patchwork-Familie mit drei Kindern im Alter von 9, 13 und 15 Jahren, kann ich mich in die Höhen und Tiefen des Familienalltags hineindenken. Insbesondere, wenn man ihnen im Vorschulalter Bücher wie "Nelli traut sich und sagt Nein!" vorlas und ein paar Jahre später dann selbst ausgiebig mit dem Wort "Nein" konfrontiert wird. ;-D

Meine Kinder sind meine größten Lehrmeister.

Mein Mann mein größter Support.

Pädagogin

Als gerade 9-jährige habe ich mit meiner Schulfreundin bereits Lehrerin-Schülerin (statt Mutter-Kind) gespielt und ihr dabei Rechtschreibung oder Rechnen erklärt. Vielen Dank an meine Grundschullehrerin Frau Schmidt, die mir so ein gutes Vorbild war. 

Auch der Film "Die Kinder des Monsieur Matthieu" inspirierte mich zu meiner Haltung: Wir unterrichten nicht. Wir richten auf.

Wir kommen mit verschiedensten Anlagen zur Welt. Die Schule wird nur manchen gerecht. Für ein glückliches Leben ist aber wichtig, sich nach seinem eigenen inneren Kompass auszurichten. Norden ist für jeden woanders!

Macherin

"Be the change you want to see in the world." Es gibt so viel zu tun in der Welt. Krempeln wir die Ärmel hoch und gehen wir es an! 

Die Zukunft des Bildungssystems sehe ich im Zusammenschluss von Schule, Jugendtreff, Sportvereinen, Stadtbibliothek, Museen, Theater, Zoo, Musikschule, VHS, etc. vor Ort und online, mehrsprachig, ganzjährig geöffnet von morgens bis abends. Lernorte passend für alle Persönlichkeitstypen zum miteinander Wachsen und Welt gestalten.

Um die Probleme unserer Welt zu lösen, brauchen wir nicht gleichmachende Standards, sondern die Förderung von Begabungen - die übrigens jeder in sich trägt.